Risiken und Nebenwirkungen

„Primum nil nocere.”


Ein ärztliches Primärprinzip lautet: Primum nil nocere, d.h. in allererster Linie soll dem Patienten keinen Schaden zugefügt werden. Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Allopathische Therapien wie Medikamente hatten und haben oftmals erhebliche Risiken und Nebenwirkungen.

Schon Voltaire äußerte sich sehr skeptisch über das Treiben der Mediziner:

"Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen, in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen.”
 

Immer wieder wird die Homöopathie von Vertretern der Schulmedizin in ignoranter Arroganz ungerechtfertigterweise diffamiert; dabei ist es gerade die homöopathische Behandlungsmethode, die dem obersten medizinischen Handlungsprinzip des Primum nil nocere gerecht wird:

1. die homöopathischen Arzneimittel haben keine toxischen Nebenwirkungen!! Und

2. mußte kein homöopathisches Arzneimittel in den letzten 200 Jahren jemals wieder vom Markt genommen werden.

 

Die Geschichte der Schulmedizin liest sich neben ihren unbestrittenen Erfolgen wie eine Ansammlung von Irrwegen und tödlichen Irrtümern, von denen viele hätten vermieden werden können. Hier einige Beispiele:

Die in mehreren islamischen Ländern praktizierte weibliche Genitalverstümmelung ruft bei uns nach unserem ethischen Verständnis blankes Entsetzen hervor. Dabei ist es noch nicht einmal 100 Jahre her, dass in Deutschland, Frankreich, England und den USA die Klitoridektomie (= Entfernung der Klitoris) in bestimmten Fällen als Behandlungsmethode empfohlen und praktiziert wurde, und zwar bei hysterischen Frauen und bei lesbischen Frauen und bei der als pervers erachteten Neigung zur Masturbation. In den USA wurde die Klitoridektomie bis in die 30er Jahre gelegentlich auch in Fällen von Schwermut oder Epilepsie durchgeführt. Im 19. Jahrhundert war es sogar üblich, bei Kurzsichtigkeit eine Entfernung der Klitoris vorzunehmen.

Nach der Entdeckung der kommerziellen Möglichkeiten von Radium (dem radioaktiven chemischen Grundstoff) florierten Radiumpräparate gegen alle möglichen Krankheiten, u.a. gegen Rheuma und Bluthochdruck. Es wurden – so unglaublich es auch klingen mag – radioaktive Zahnpasten für sauberere Zähne und radioaktive Gesichtswasser zur Aufhellung der Haut feilgeboten. Am beliebtesten aber war „Radiumwasser“, das z.B. in Deutschland unter dem Namen „Flüssiger Sonnenschein“ als allgemeines Stärkungsmittel verkauft wurde. Es bewirkte auch ein anfängliches Hochgefühl - geradezu wie neugeboren - und ein blendendes Aussehen, weil der radioaktive Stoff zunächst zu einer vermehrten Produktion roter Blutkörperchen führte. Wer von diesem Wasser aber mehrere Jahre täglich 2 Flaschen trank, starb qualvoll an zerfallenden Kieferknochen - so verstrahlt war er.

Der Chef-Chemiker von US-Radium Corp. war übrigens bei seinem schnellen frühen Tod dermaßen verstrahlt, seine Knochen dermaßen radioaktiv, dass sie sich bei der Obduktion von selber photographierten, wenn man sie auf eine unbelichtete Photoplatte legte

 

Das Röntgen-Kontrastmittel Thorotrast, das von 1928 bis 1955 weltweit bei bis zu 10 Millionen Menschen eingesetzt wurde, ist wohl das schwärzeste Kapitel der Röntgen-Geschichte. Thorotrast enthielt Thoriumdioxid, dessen Alpha-Strahlung eine biologische Halbwertzeit von 400 Jahren hat und das sich nach Verabreichung in der Leber, der Milz und den Lymphknoten ansammelte und dort den Patienten für den Rest seines Lebens der aggressiven Alpha-Strahlung (die 10mal stärker ist als die Gamma-Strahlung von Röntgenstrahlen) aussetzte. Die Wirkung: Leukämie trat 20mal häufiger auf als normalerweise und Leberkrebs sogar über 100mal häufiger als normal. Hunderttausende, bei denen Thorotrast mehrfach eingesetzt worden war, starben an Leberkrebs. Der absolute Tiefpunkt in der Geschichte der Radiologie. Obwohl schon bei der Einführung 1928 die schädliche Wirkung radioaktiver Strahlung bekannt war und nach rund 20 Jahren die ersten Fälle von Leberkrebs auftraten, wurden die Gefahren verdrängt, weil Thorotrast so gestochen scharfe Bilder lieferte. In Japan wurden z.B. 357 Tote, die Thorotrast erhalten hatten, autopsiert; 244 von ihnen (=fast 70%) hatten Leberkrebs.

 

Aber auch geringere Strahlendosen können eine gefährliche Wirkung ausüben:

Alice Stewart, die den Alternativen Nobelpreis für ihre Forschungen auf dem Gebiet der Epidemiologie erhielt, war 1955 aufgefallen, dass die Zahl der an Leukämie gestorbenen Kinder in den vorangegangenen Jahren sprunghaft, nämlich um 50% angestiegen war. Um der Ursache auf die Spur zu kommen, befragte sie 1400 Mütter verstorbener Kinder und 1400 Mütter gesunder Kinder nach allen möglichen Vorkommnissen während der Schwangerschaft. Ergebnis: Die Kinder erkrankten doppelt so häufig an Leukämie, deren Mütter während der Schwangerschaft einer Röntgenstrahlung im Beckenbereich (zur Bestimmung der Beckengröße für die Entbindung bei Verdacht auf einen zu großen Kindskopf) ausgesetzt wurden. Damals glaubte man, dass Strahlendosen von nur 50 Rem (entsprechen 50 Rad Röntgen-Gamma-Strahlen) harmlos seien. Ihre Studie wurde 1962 von der Harvard School of Public Health bestätigt, bei der nicht die Erinnerungen der Mütter, sondern Krankenhausunterlagen über Röntgenbelastungen verwandt wurden.

Und noch in den 60er Jahren hatten viele Röntgengeräte weder Filter noch Blenden noch Abschirmungen.

In den 30er, 40er und 50er Jahren wurden in Großbritannien Tausende von Bechterew-Patienten mit Röntgenstrahlen behandelt. Sie entwickelten schließlich signifikant höhere Raten an Leukämie und doppelt so hohe Raten an Lungenkrebs und an Magenkrebs.

 

Zwangsjacken und Elektroschocks sind nicht nur Folterinstrumente von Geheimdiensten, sondern auch in der Geschichte der Psychiatrie zu finden. Hier erlebte die Elektrokrampftherapie (früher Elektroschocktherapie genannt), bei der die Patienten in einen generalisierten Krampfanfall wie bei einer Epilepsie versetzt wurden, insbesondere nach dem 2. Weltkrieg zur Behandlung von schweren Depressionen und Wahnvorstellungen einen großen Aufschwung. Diese äußerst unangenehmen Behandlungen wurden viele Jahre auch noch ohne jede Narkose durchgeführt. Viele klagten danach über Gedächtnisverlust (Hemingway z.B., der wegen seiner Depressionen ebenfalls Elektroschocks erhalten hatte, konnte danach nicht mehr schriftstellerisch tätig sein). Einige starben auch an dieser Therapie. In den 80er Jahren verschwand dann die Elektroschocktherapie wieder aus den psychiatrischen Kliniken. - Über die früheren unzähligen und grausamen Foltermethoden, deren Zweck es war, die Seele von Geisteskranken zu erschüttern, um sie so von ihren Wahnvorstellungen zu befreien, mag man in einer Geschichte der Psychiatrie nachlesen.

Und bei der Homöopathie? Bei den in den USA homöopathisch geführten psychiatrischen Anstalten wurde jedes Jahr von den US-Regionalparlamenten, die über die jeweiligen Finanzzuweisungen zu entscheiden hatten, die Erfolgsquote der homöopathischen Behandlung überprüft. Und jedes Jahr waren sie unter allen psychiatrischen Anstalten die erfolgreichsten: Sie hatten die meisten Entlassungen, die kürzeste Verweildauer und die geringste Mortalitätsrate (und das, obwohl die anderen Anstalten zur Verbesserung ihrer eigenen Quote ihre schwierigsten Fälle vorzugsweise an die homöopathischen Einrichtungen überstellten).

 

Bei dem weltweit vertriebenen und zunächst für völlig harmlos gehaltenen, nicht verschreibungspflichtigen Schlafmittel Contergan genügte in einigen Fällen die Einnahme einer einzigen Tablette während der Schwangerschaft, und die Frau gebar ein mißgebildetes Kind. Weltweit hat Contergan nach Markteinführung über 5000 fehlgebildete Kinder zu verantworten, obgleich schon in der Testphase in den USA mehrere Dutzend Kinder mit Behinderungen geboren worden waren. Primum nil nocere? Der Pharmahersteller Grünenthal dagegen argumentierte, dass die Nebenwirkungen wissenschaftlich nicht beweisbar seien! (Deswegen wurde der Prozeß auch nach Jahren wegen “geringer Schuld” eingestellt.) – Wenn diese Frauen die Information gehabt hätten, dass die Homöopathie über zahlreiche Mittel verfügt, die auch Schwangeren mit Einschlafstörungen helfen können, wäre ihnen viel Leid erspart geblieben.

Und heute? – Im November 2006 berichtete die „Ärztliche Praxis“ von einer Untersuchung der Berliner Charité, derzufolge die neueren Kontrastmittel ein doppelt bis dreifach höheres Risiko in sich bergen, aufgrund ihrer Dickflüssigkeit die Nierenkanälchen zu verstopfen und damit ein Nierenversagen herbeizuführen.

Einer Auswertung der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine  vom Herbst 2007 zufolge hat sich die Zahl der schweren Arzneimittelzwischenfälle seit 1998 mehr als verdoppelt. Die Todesfälle durch Medikamente haben sich seither sogar nahezu verdreifacht.

Wenn man die Ergebnisse einer norwegischen Krankenhaus-Studie über Todesfälle infolge „unerwünschter Arzneimittelwirkungen“ auf Deutschland überträgt, so sterben bei uns jährlich über 50.000 Patienten an den Nebenwirkungen der eingenommenen Medikamente. Nach einer „Lancet“-Studie aus dem Jahr 2000 sind Arzneimittel-Interaktionen die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Sollte dieses niederschmetternde Ergebnis nicht eigentlich die Hochschulmedizin veranlassen, etwas demütiger und bescheidener aufzutreten? In der Geschichte der Homöopathie hingegen gab es eine Zeit, in der amerikanische Lebensversicherungen denjenigen Kunden, die sich homöopatisch behandeln ließen, einen Rabatt von 10% auf die Prämien einräumten.
 

Im Herbst 2004 wurde das Rheuma-Medikament „Vioxx“, das in Deutschland Mercks umsatzstärkstes Produkt war, vom Markt genommen, weil es bei einer erneuten Studie zu einer nahezu verdoppelten Rate an Herzinfarkten und Schlaganfällen im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo gekommen war. Die Studie mußte wegen der vielen Herzinfarkte sogar vorzeitig abgebrochen werden.

Im Sommer des Jahres 2000 erhielt das neue Diabetes-Medikament „Avandia“ von GlaxoSmithKline nach umfangreichen Studien die internationale Zulassung. Inzwischen gehört es zu den lukrativsten Medikamenten des zweitgrößten Pharmakonzerns der Welt und wird von ca. 10 Millionen Menschen weltweit benutzt.Inzwischen sind aber auch die Risiken und Nebenwirkungen eines jahrelangen Einsatzes deutlich geworden: Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Ödeme, Gewichtszunahme (20kg (!) sind keine Seltenheit) und ein Anstieg der Cholesterinwerte. Doch damit nicht genug: das Medikament verursacht viel zu häufig Knochenbrüche von Oberarmen, Händen und Füßen... aber der Diabetes ist super eingestellt. Und im Sommer 2007 ergab die Auswertung von über 40 Studien mit „Avandia“ ein um 43% erhöhtes  Herzinfarkt-Risiko ... aber der Diabetes ist super eingestellt.

Und in der Diskussionssendung „Hart aber fair“ zum Thema „Beipackzettel“ im Oktober 2006 wurde der Fall einer 47-jährigen Krankenschwester vorgestellt, die 7 Jahre zuvor an Rheuma erkrankt war und dann so hoch Cortison erhielt, dass sie davon einen Diabetes bekam. Sie leidet jetzt an Rheuma und Diabetes und schluckt mittlerweile 21 (!)Tabletten pro Tag, und es geht ihr trotzdem so schlecht, dass sie inzwischen auch noch berufsunfähig geworden ist.

Die homöopathischen Arzneimittel dagegen haben in ihrer 200-jährigen Geschichte nie weder ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko noch eine Hypercholesterinämie, nie weder poröse Knochen noch einen Diabetes oder gar mißgebildete Kinder verursacht...

Sie haben keine schädlichen Nebenwirkungen.


Fazit: Die Klassische Homöopathie sollte eigentlich die Standardtherapie sein – und erst wenn alle homöopathischen Möglichkeiten erschöpft scheinen, sollte die Schulmedizin als letztes therapeutisches Mittel in Erwägung gezogen werden.

So könnte sich eine für den Patienten optimale gesundheitliche Betreuung entwickeln, denn:

"Die Klassische Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode." (M.Gandhi)

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