Häufig gestellte Fragen

„Die Klassische Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode.” (Mahatma Gandhi)


Frage: Was ist der Unterschied zwischen “Klassischer Homöopathie” und “Homöopathie”?

Antwort: Ein Beispiel kann den Unterschied vielleicht am besten verdeutlichen:

Von den über 750 (!) homöopathischen Arzneimitteln, die unser Repertorium in der Rubrik „Kopfschmerzen“ aufführt, treten 139 häufiger bei Patienten auf. Da es nun ausgesprochen zeitaufwändig ist und ein sehr umfangreiches Spezialwissen erfordert, aus dieser Vielzahl das eine, für diesen individuellen Patienten richtige Heilmittel herauszudifferenzieren, sind viele „Homöopathen“ zu einer einfacheren Methode der Mittelfindung übergegangen, indem sie Komplexmittel einsetzen, in denen beispielsweise von den 139 häufigeren Mitteln gleich 12 in einer Flasche vermischt werden und weitere 12 oder 18 Mittel in der nächsten Flasche usw., so dass sie dann nur noch aus 10 verschiedenen Fläschchen auswählen müssen, um somit die bei Kopfschmerzen häufigsten homöopathischen Arzneimittel abzudecken. Zugleich reduziert sich der Zeitaufwand für die Komplexmittelfindung denn auch auf den Minutenbereich. Letztlich ist diese Vorgehensweise nichts anderes als Schulmedizin statt mit chemischen, nun mit homöopathischen Mitteln.

Dass bei dieser Art der Behandlung ein Erfolg eher einem Lotteriespiel gleicht, liegt nahe. Die Klassische Homöopathie, die genuine, wie Hahnemann sie entwickelte, ist dagegen eine Einzelmittel-Homöopathie und kann es logischerweise auch nur sein.

Wenn sich ein Therapeut als „Homöopath“ bezeichnet, sollte man als Patient nachfragen, welche Art von Homöopathie von ihm betrieben wird.

Die Klassische Homöopathie ist eine sehr komplexe und auch schwierige Behandlungsmethode, so herausragend ihre Erfolge auch sind. Sie erfordert eine mehrjährige Spezialausbildung, der sich leider nur ein kleiner Teil der sich als „Homöopathen“ bezeichnenden Therapeuten unterzieht. In einer anonymen Umfrage, die vor einigen Jahren eine der naturheilkundlichen Fachzeitschriften durchführte, machten unter den Teilnehmern bei der Frage nach einem fundierten Wissen in der Homöopathie ganze 5% (!) ein Kreuz; das bedeutet, dass bis zu 95% derjenigen, die homöopathische Arzneimittel verordnen, nicht über ein fundiertes Wissen in einer Therapieform verfügen, die sie betreiben.

Daher sollte man als homöopathisch interessierter Patient vorzugsweise
einen „Klassischen Homöopathen“ konsultieren.

Frage: Warum wissen die meisten Patienten so wenig über die Klassische Homöopathie?

Anwort: Schulmedizin und Pharma - Industrie beherrschen die Medienwelten. Nachrichten über die Zulassung neuer Medikamente werden mit großem Werbeaufwand unter Ärzten und Patienten weiterverbreitet. (Nachrichten über die Rücknahme von Medikamenten, die dann doch nach jahrelangem Einsatz zu viele „unerwünschte Nebenwirkungen“ produzieren, erscheinen – wenn überhaupt – in kurzen Absätzen in der Tagespresse).

Da die Pharma-Industrie infolge der chronischen Einnahme von Medikamenten durch chronisch Kranke Milliarden an Gewinnen erzielt, kann sie sich auch eine entsprechende Werbung in allen Medien leisten. Über diese finanziellen Möglichkeiten verfügen leider weder die Hersteller homöopathischer Arzneimittel noch die jeweiligen homöopathischen Verbände.

 

Frage: Bei welchen Beschwerden kann die Klassische Homöopathie helfen?

Antwort: Grundsätzlich gesehen ist das therapeutische Spektrum der mittels Klassischer Homöopathie behandelbaren Krankheiten sogar noch größer als das der Schulmedizin.

Zunächst einmal reicht es von den „Welcome Remedies“ gemäß Apgar-Index der ersten Lebensminuten eines Neugeborenen über die üblichen Beschwerden und Erkrankungen der Kinder (Milchunverträglichkeiten, Mittelohrentzündungen, Anginen, Bronchitiden, Masern, Mumps, Windpocken, Keuchhusten, Neurodermitis und den immer häufigeren Impffolge-Erkrankungen) zu den chronischen Krankheiten von Jugendlichen und Erwachsenen bis hin zu einigen Krebs-Erkrankungen; sodann vom krankheitsbedingten Haarausfall am Kopf bis hin zum diabetischen Fuß, bei dem mittels Klassischer Homöopathie die Chance besteht, den Fuß vor einer Amputation zu retten. Ferner bilden die psychosomatischen Krankheiten eine Domäne der Klassischen Homöopathie (siehe Fallberichte). Und schließlich kann die Homöopathie auch bei allen Arten von Verletzungen und Unfällen helfen – von der Gehirnerschütterung über Prellungen beim Fußballspielen oder Skilaufen bis hin zu Steißbeinverletzungen und Knochenbrüchen (die mittels Homöopathie in wesentlich kürzerer Zeit ausheilen, weil bestimmte homöopathische Heilmittel die Knochenneubildung stimulieren können).

 

Frage: Mein Kind hatte schon mehrere Mandelentzündungen. Der Kinderarzt rät zur Entfernung der Mandeln. Kann die Homöopathie da noch was machen?

Antwort: Chronisch rezidivierende Mandelentzündungen bedeuten, dass das Kind an einer konstitutionellen Immunschwäche leidet. In diesem Fall wird es kein Akutmittel benötigen, sondern eines, das seine Konstitution insgesamt stärkt, um so den körpereigenen Abwehrkräften künftig die Möglichkeit zu geben, beginnende neue Infektionen gleich im Keim zu ersticken. Eine solche Konstitutionstherapie kennt nur die Klassische Homöopathie.

 

Frage: Lassen sich auch andere Organentfernungen wie Magenteilresektionen, Gallenblase- oder Eierstock-Extirpationen vermeiden?

Antwort: Oftmals ja. Ein ständig wiederkehrendes Magengeschwür oder rezidivierende Gallenblasen- oder Eierstockentzündungen sind letztlich nichts anderes als eine Schwachstelle in der Konstitution oder eine (stoffwechselbedingte) Störung der „Lebenskraft“. Die Entfernung des Organs behebt weder die dahinterliegende konstitutionelle Schwäche noch die zugrundeliegende Stoffwechselstörung. Aber die Schulmedizin hat im Falle solch rezidivierender Entzündungen nur die Ektomie, die Organentfernung, anzubieten. Die Klassische Homöopathie hingegen bietet die Chance, über eine ursächliche Behandlung die Organentfernung zu vermeiden.

 

Frage: „Ich war schon beim Homöopathen, aber das hat auch nicht geholfen. Warum sollte ich es nochmal versuchen?“

Antwort: Der Vorteil der Homöopathie liegt nicht nur in den nicht-chemischen Arzneimitteln, sondern auch in ihrer menschengemäßen Individualisierung. Diese Individualisierung bei der Arzneimittelfindung birgt aber auch zugleich die größte Schwierigkeit der homöopathischen Behandlungsmethode; sie zu erlernen und sich ein umfangreiches Arzneimittelwissen anzueignen, erfordert ein mehrjähriges Zusatzstudium nach der medizinischen Ausbildung – ein Zusatzstudium, das man auch noch selber bezahlen muss. Da kaum ein Therapeut über die finanziellen Mittel verfügt, ein zweites, auch noch kostenpflichtiges Studium ohne eigenes Einkommen zu absolvieren, muss man im Grunde nach Praxiseröffnung die eine Tageshälfte dem Studium der Homöopathie widmen und das über mehrere Jahre, wenn man sich ein umfangreiches Wissen aneignen will. Bedauerlicherweise aber verordnen zahllose Allgemeinmediziner ihren Patienten, die um naturheilkundliche Präparate bitten, homöopathische Arzneimittel, ohne jedoch über ein fundiertes Wissen in dieser außerordentlich umfangreichen Materie zu verfügen. Dr.Springer,einer der renommiertesten Klassischen Homöopathen Deutschlands, sagte vor einigen Jahren in einem „Stern“-Interview: „In Deutschland gibt es weniger als Einhundert Homöopathen, die die Materie so beherrschen, wie es sein sollte“. Auch die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ auf dem Praxisschild bedeutet lediglich, dass dieser Mediziner zumindest über Grundlagenkenntnisse verfügt.

Wenn also einem Patienten die Homöopathie nicht hat helfen können, liegt die Vermutung nahe, dass dieser Therapeut nicht das richtige Mittel für diesen Patienten hat finden können – aus welchen Gründen auch immer.

Und wenn der schulmedizinische und homöopathisch nicht ausgebildete Hausarzt ein homöopathisches Arzneimittel verordnet, auch wenn es sich dabei um ein Komplexmittel handelt, sollte der Patient ihn fragen, ob er überhaupt über eine Ausbildung in der Verordnung dieser Arzneien verfügt.

Am besten macht man es wie die englische Königin: Sie hält sich zwei Leibärzte, einen Schulmediziner und einen Homöopathen.

 

Frage: Sind homöopathische Arzneimittel auch schädlich?

Antwort: Nein! Allgemein zugängliche homöopathische Arzneimittel sind nicht
toxisch, d.h., sie haben keine schädlichen Nebenwirkungen.
In den letzten 200 Jahren musste kein einziges homöopathisches Arzneimittel wieder vom Markt genommen werden.

Siehe auch den Abschnitt über „Risiken und Nebenwirkungen“.

 

Frage: Mein Hausarzt verordnet mir gelegentlich homöopathische Komplexmittel. Was ist davon zu halten?

Antwort: Homöopathische Komplexmittel, also z.B. ein Fläschchen, das 10 verschiedene homöopathische Einzelmittel enthält, haben mit der homöopathischen Behandlungsmethode und Systemlogik nichts zu tun. Die genuine Homöopathie versucht, das Arzneimittel für den Patienten herauszufinden, das die größte Ähnlichkeit zu seiner Beschwerde und seiner Lebenssituation und/oder Konstitution hat, und das kann logischerweise nur 1 Mittel sein.

Ein Komplexmittel wäre vergleichsweise nichts anderes, als ob ein Mediziner einem Patienten eine Mixtur aus einem Schmerzmittel, einem Schlafmittel, einem Antibiotikum, einem Herzmittel, einem Mittel gegen Durchfall und eins gegen Verstopfung usw. verabreichen würde in der Hoffnung, dass vielleicht irgendetwas davon diesem Patienten ein bißchen helfen könnte.

Hahnemann selber bezeichnete solche homöopathischen Behandler als "Bastard-Homöopathen".

 

Frage: Ich nehme zusätzlich allopathische Medikamente ein. Muss ich die weiter einnehmen, oder kann ich die absetzen?

Antwort: Das hängt vom Einzelfall ab und kann an dieser Stelle nicht generell beantwortet werden. Arzneimittel wie Cortison, Herzmedikamente, Schilddrüsenhormone, Antiepileptika usw müssen zunächst weiter eingenommen werden und können erst nach klinisch festgestellten Parameter-Verbesserungen ausgeschlichen werden.

 

Frage: Warum muss ich während der Behandlungsdauer auf koffeinhaltigen Kaffee verzichten?

Antwort: Koffeinhaltiger Kaffee kann die Wirkung eines homöopathischen Mittels beeinträchtigen, schlimmstenfalls sogar ganz aufheben. Dies gilt nicht für jeden Patienten, aber da wir im vorhinein nicht wissen, ob Ihr Organismus sensibel auf Kaffee reagiert, verzichten Sie bitte eine Zeitlang auf den koffeinhaltigen Kaffee und wechseln auf koffeinfreien Kaffee oder auf Tee.

Einige Arzneimittel erfordern darüber hinaus spezielle Einschränkungen, die Ihnen in dem betreffenden Fall dann jeweils mitgeteilt werden.

 

Frage: Warum ist nach der Verabreichung eines homöopathischen Mittels die Mitarbeit des Patienten so wichtig?

 

Antwort: Die Mitarbeit des Patienten ist nicht selten von entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer homöopathischen Behandlung. Der Patient wird gebeten, alle Reaktionen und Veränderungen von Kopf bis Fuß zu registrieren und zu notieren, sich also selbst und seine eigenen Veränderungen bewusst wahrzunehmen; denn ist das zuerst verabreichte Mittel letztlich doch nicht das für diesen Patienten individuell richtige, sind seine notierten Beobachtungen oft von entscheidender Bedeutung für die Wahl des zweiten Mittels. Diese Beobachtungen sind meist viel exakter als man es von der Schulmedizin gewohnt ist. Wenn z.B. ein Patient sagt: „Wenn ich mich abends hinlege, werden meine Schmerzen langsam weniger“, dann muss man herausfinden, welcher von den beiden Begleitumständen die Schmerzen eher lindert, der zeitliche oder die veränderte Körperhaltung; würden also die Schmerzen z.B. auch mittags beim Hinlegen weniger, dann ist also das Liegen die entscheidende Besserungsmodalität. Oder z.B. die Aussage: „Wetterwechsel bekommt mir nicht“; der Homöopath möchte es aber genauer wissen: Wetterwechsel von kalt auf warm oder von warm auf kalt? Oder z.B. die Aussage „Mir jucken die Augen“ ist für den Homöopathen zunächst nur eine wenig exakte Beschreibung; in der Klassischen Homöopathie benötigt man die exakte Symptombeschreibung, also: wo genau juckt es? In den inneren Augenwinkeln oder den äußeren? Auf dem Oberlid oder am unteren Lidrand? So kann auch ein neu aufgetretener Pickel in (nicht : an) der Nase von Bedeutung sein. - Diese feinen Differenzierungen kennzeichnen nicht nur die Individualität des einzelnen Patienten, sie sind auch ein Merkmal der homöopathischen Befragungs- und Behandlungsmethode. Um der Individualität jedes Einzelnen bestmöglich gerecht zu werden, sind seine Mitarbeit und Beobachtung von herausragender Bedeutung.

 

Frage: Wo liegen die Grenzen einer homöopathischen Behandlung?

Antwort: In erster Linie bei schweren strukturellen und pathologischen Schäden, wie man sie z.B. bei Patienten mit jahrelanger Arthritis vorfindet. Diese Patienten waren
i.d.R. auch jahrelang in allopathischer Behandlung, die aber nur darauf abzielt, die Symptome einer Krankheit zu unterdrücken, während die eigentliche Krankheit selber unablässig weiter voranschreitet und schließlich zu schweren pathologischen Schäden führt. In letzter Konsequenz ist dieser Sachverhalt aber nicht der Homöopathie anzulasten, denn diese Patienten wurden ja jahrelang behandelt, aber eben allopathisch und nicht homöopathisch.

Doch selbst in diesen Fällen, in denen eine Heilung wegen Chronizität nicht mehr zu erwarten ist, kann man mittels Klassischer Homöopathie oftmals noch eine Linderung der Beschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen und auch noch die oft unerwünschten Nebenwirkungen allopathischer Medikamente reduzieren.


Frage: Welche Arzneimittel sollte eine homöopathische Notfallapotheke für zu Hause enthalten?

Antwort: Die einfachste Lösung für den Laien ist es, ein bereits zusammengestelltes Set zu erwerben, um im Falle eines Falles nach der Konsultation seines Homöopathen bereits einige wichtige homöopathische Arzneimittel griffbereit zu haben und nicht erst bei der Apotheke bestellen zu müssen, denn zu oft haben die Apotheken nicht das gewünschte Mittel in der gewünschten Potenz vorrätig.

So bietet z.B. die Bahnhof-Apotheke in Kempten (http://shop.bahnhof-apotheke.de) für knapp 100€ ein Etui mit 60 homöopathischen Arzneimitteln in der 30. Potenz für den Versand an. Oder z.B. eine kleine Notfalltasche mit einer speziellen Auswahl für Unfall- und Verletzungssituationen mit 18 Arzneimitteln in der 200.Potenz für knapp 23 britische Pfund (ca.35€) zzgl. Versand bei: https://www.helios.co.uk/kits.html.

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Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Homöopathie - Union

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