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Diagnose: Morbus Still des Erwachsenen

Meine Krankengeschichte beginnt im Juli 2005. Am Abend bekam ich Halsschmerzen mit derart starken Schluckbeschwerden, dass ich mich beim Schlucken zusammenkrümmte. Am nächsten Morgen war Fieber hinzugekommen und ich fühlte mich „grippig“. Mein Hausarzt verschrieb mir ein Antibiotikum und verordnete Bettruhe. Die Halsschmerzen verschwanden nach ein paar Tagen, aber das Fieber blieb bestehen und es kam ein Ausschlag hinzu. Ein weiteres Antibiotikum brachte keine Besserung. Im Gegenteil: Inzwischen hatte ich auch Gelenkschmerzen in den Knien, Schultern und Ellbogen. Seit über zwei Wochen hatte ich jetzt Fieber. Die Gelenkschmerzen hat mein Arzt als Gliederschmerzen abgetan und wollte mir ein drittes Antibiotikum verschreiben.

Aber auf Drängen meines Mannes wurde ich dann ins Krankenhaus eingewiesen. Nach einer stundenlangen Untersuchung in der Aufnahme diagnostizierte ein Arzt, der bei der Untersuchung nicht mal anwesend war, eine Sommergrippe. Trotz dieser eigentlich harmlosen Diagnose wurde ich für drei Tage in Quarantäne gesteckt. Meine Besucher mussten sich jedes Mal mit Kittel, Mundschutz, Haube und Handschuhen verhüllen, bevor sie zu mir ins Zimmer durften. Der Arzt, der am nächsten Tag zur Visite kam, ließ sich von mir noch mal den gesamten Krankheitsverlauf schildern und zweifelte dann die Diagnose seines Kollegen an. Dann begann das Rätselraten. Alle möglichen Untersuchungen wurden gemacht: Röntgen, Ultraschall, Dutzende Blutuntersuchungen. Und alle drei Tage stellten die Mediziner eine neue Diagnose: ein Virus, Blutvergiftung, Lymphdrüsenkrebs…

Vom ersten Tag an bekam ich Schmerzmittel und bei jeder neuen Diagnose zusätzlich die entsprechenden Medikamente. Unter anderem auch wieder ein Antibiotikum. Doch nichts schlug an. Jeden Tag am frühen Nachmittag bekam ich Schüttelfrost und danach stieg meine Temperatur auf fast 40°C. Im Laufe des Abends sank die Temperatur wieder und morgens war ich wieder fieberfrei. Letztendlich einigten die Ärzte sich auf die Diagnose: Morbus Still des Erwachsenen.

Morbus Still ist eigentlich eine rheumatische Kinderkrankheit, die mit Fieberschüben und Ausschlägen einhergeht, und hauptsächlich die kleineren Gelenke betrifft. Eine unheilbare und ziemlich seltene Krankheit, und noch seltener kommt sie bei Erwachsenen vor. Viele Betroffene irren jahrelang durch die Arztpraxen, bevor die Diagnose gestellt wird. Insofern hatte ich Glück, dass die Krankheit bei mir schon nach einem Monat festgestellt wurde. Ich bekam hoch dosiert Kortison und weiterhin meine Schmerzmittel. Außerdem noch ein Magenschutzmittel, da die Kombination Kortison und Schmerzmittel Magengeschwüre verursachen kann. Die Fieberschübe hörten auf und nach drei Tagen wurde ich entlassen.

Aber ich hatte noch Entzündungen in fast allen Gelenken. In den Kniegelenken, so dass ich nicht richtig laufen konnte, in den Schulter- und Ellbogengelenken, so dass ich Schwierigkeiten hatte, mich anzuziehen oder Dinge zu tragen oder anzuheben, und in den Händen und Fingern, so dass ich nicht ordentlich zufassen konnte. Ich war komplett eingeschränkt in meiner Bewegungsfähigkeit. Außerdem hatte ich durch das wochenlange Fieber viel Gewicht verloren und war geschwächt und schnell müde. Von den über 400 Rheumaarten hatte ich mir wirklich eine der blödesten ausgesucht.

Da die Schulmedizin mir nicht helfen konnte, setzte ich meine Hoffnung in die klassische Homöopathie und begab mich in Behandlung bei Dr. Feddersen. Die Fallaufnahme dauerte über drei Stunden! Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass sich jemand wirklich kümmert. Die vielen Antibiotika, Schmerzmittel und das Kortison hatten die Symptome allerdings so sehr verfälscht, dass es sehr schwer schien, das richtige Mittel zu finden. Immer wieder habe ich mit Dr. Feddersen gesprochen und er stellte neue Fragen. In der Zwischenzeit hatte ich die Schmerzmittel ohne nennenswerte Veränderungen abgesetzt und damit wurde auch das Magenschutzmittel überflüssig.

Zur gleichen Zeit hat mein Hausarzt mich an eine Rheumatologin überwiesen. Sie erhöhte erst mal die Kortisondosis und schlug zusätzlich eine so genannte Basistherapie mit Metotrexat vor. Metotrexat ist ein Chemotherapeutikum, das bei Krebserkrankungen eingesetzt wird. Zum einen machte mir dieses Medikament Angst, da die Nebenwirkungen sehr stark sind, zum anderen verstand ich nicht, wie ein Mittel aus der Krebstherapie mir helfen sollte. Ich hatte Rheuma. Also weigerte ich mich, dieses Mittel zu nehmen. Die Ärztin konnte mir keine Alternativen nennen, stattdessen setzte sie mich unter Druck und machte mir angst. Die fortwährend hohen Entzündungswerte würden meine Organe schädigen, ich könnte eine Rippenfellentzündung bekommen und Herzschäden davontragen. Meine Familie meinte, dass ich diese Basistherapie doch ruhig mal ausprobieren sollte. Vielleicht würde sie helfen. Nur mein Mann, der schon eine erfolgreiche homöopathische Behandlung am eigenen Leib erlebt hatte, bestärkte mich in meinem Entschluss, den homöopathischen Weg zu gehen. Und so begann ich, das Kortison langsam abzusetzen. Gegen den Willen der Rheumatologin, gegen den Willen meines Hausarztes und gegen den Willen meiner Familie.

Natürlich trat dann eine Verschlechterung ein. Die Symptome wurden nicht mehr durch das Kortison unterdrückt, das Fieber trat wieder auf. Jeden Morgen telefonierte ich mit Dr. Feddersen und schilderte ihm den Verlauf der letzten 24 Stunden. Wann war die Fieberspitze? Wie hoch war das Fieber? Mit oder ohne Frösteln? Schwitzen? Das Finden des richtigen Medikaments erforderte einen geradezu kriminalistischen Spürsinn. Doch die Symptome traten immer deutlicher hervor und Dr. Feddersen fand das richtige Mittel heraus. 3 Tage später war ich fieberfrei!

Nach und nach setzte eine Besserung ein, die sich auch in den Blutwerten widerspiegelte. Im Februar konnte ich schon wieder Strandspaziergänge machen und auch meine Hände konnte ich wieder besser bewegen. Aber meine Gelenke waren immer noch geschwollen und schmerzten bei Beanspruchung und gegen Abend nahmen die Beschwerden zu. Dann stagnierte die Heilung. Dr. Feddersen vermutete, dass die Ursache meiner Erkrankung wahrscheinlich in meiner Kindheit zu suchen ist und dass wir eine oder vielleicht auch mehrere Blockaden lösen müssten, bevor das eigentliche Heilmittel greifen könne.

Glücklicherweise hatte meine Mutter alle Krankheiten, die ich als Kind hatte, dokumentiert. Schon als Kleinkind hatte ich immer mal wieder Fieberschübe mit hohem Fieber, die aus heiterem Himmel auftraten und nach ein paar Tagen wieder verschwanden. Auch mein Impfpass wurde überprüft. Und es stellte sich heraus, dass ich trotz einer Rötelnerkrankung in der Kindheit später doch noch gegen Röteln geimpft wurde, so dass die jetzigen Symptome Folge eines Impfschaden sein könnten. Ich habe dann bei den regelmäßigen Blutuntersuchungen den Röteln-Antikörpertiter feststellen lassen, und es zeigte sich, dass der Titer extrem hoch war, so hoch als ob ich gerade die Röteln durchmachen würde. Es fiel auf, dass der an sich schon hohe Titer in den Phasen, in denen die Blutwerte schlechter waren, noch höher war. Auf eine homöopathische Röteln-Nosode reagierte ich zwar prompt und heftig, aber eine anhaltende Besserung gab es leider doch nicht. Also mußte weiter nachgeforscht werden.

Meine Krankenkasse hatte inzwischen veranlasst, mich zu einer Kur zu schicken. Im Mai 2006 sollte ich für drei Wochen ins Rheumazentrum Schlangenbad in der Nähe von Wiesbaden. Dr. Feddersen schlug mir vor, auf dem Weg dorthin das Zentrum für Klassische Homöopathie von Dr. Geukens in Hechtel, Belgien, aufzusuchen, um eine zweite Meinung einzuholen. Dr. Geukens kam auf das gleiche Mittel, das mir bereits im Dezember geholfen hatte, setzte es aber in einer höheren Potenz ein. Es wurde vereinbart, dass ich auf dem Rückweg von Schlangenbad noch mal vorbeikomme, um über die ersten Reaktionen zu sprechen.

In Schlangenbad wurde ich von einem Spezialisten untersucht, der die in Flensburg gestellte Diagnose erst mal anzweifelte. Die homöopathische Behandlung hielt er - vorsichtig formuliert – für Schwachsinn. Ich hatte nichts anderes erwartet und war froh, meinen Mann in den ersten Tagen als Verstärkung dabeizuhaben. Obwohl die Ärzte im Rheumazentrum die Diagnose anzweifelten, schlugen sie doch die gleiche Behandlung vor wie meine Rheumatologin zu Hause: Kortison und Metotrexat. Auch hier wurde wieder mit Angst als Druckmittel gearbeitet, doch erstaunlicherweise konnte ich dem standhalten. Das Mittel aus Belgien zeigte schon Wirkung, wenn auch erst auf psychischer Ebene. Während ich an allen physikalischen Anwendungen teilnahm, weigerte ich mich weiterhin, Kortison und andere Medikamente zu nehmen.

Was ich dort in Schlangenbad zu sehen und zu hören bekam, bestätigte mich in meiner Entscheidung, weiterhin auf den homöopathischen Weg zu setzen. Es waren dort ca. 100 Patienten mit unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen, und trotz der starken Medikamente hatten viele genauso starke Beschwerden wie ich. Natürlich waren die meisten Patienten älter als ich, doch mit wem ich auch sprach, ich bekam immer das gleiche zu hören: Ja, so fing es bei mir auch an. Und dann berichteten sie von einer Behandlung mit Kortison und einer Basis-therapie, bis diese Medikamente nach ein paar Jahren nicht mehr wirkten und durch stärkere ersetzt wurden. Diese wirkten dann nach ein paar Jahren auch nicht mehr und wurden wieder durch stärkere Medikamente ersetzt und so weiter und so fort. Dass ich mich „nur“ homöopathisch behandeln ließ, hat die meisten erschüttert und erschreckt. In ihren Augen war ich quasi lebensmüde. Dass es ihnen mit all ihrer Chemie nicht besser ging als mir, sondern dass im Gegenteil auch noch andere Beschwerden auftauchten, haben sie gar nicht erkannt.

Am Ende der drei Wochen wurde ich als weiterhin arbeitsunfähig in meinem Beruf als Bibliothekarin entlassen. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder über Belgien, um noch einmal mit den Ärzten im homöopathischen Zentrum zu sprechen. Da sich einige Verbesserungen zeigten, wurde das Mittel beibehalten. Die weitere Behandlung bzw. Beratung erfolgte dann telefonisch. Es gab eine stetige Verbesserung. Ich konnte wieder den Haushalt führen und bin sogar wieder Auto gefahren. Zusätzlich bekam ich Krankengymnastik, weil mir das in Schlangenbad sehr gut getan hat. Ich hatte die Hoffnung, im September wieder arbeiten zu können.

Dann aber stagnierte die Heilung, doch meine Betreuerin in Belgien riet zu Geduld. Es könne immer mal zu Pausen in der Heilungsphase oder sogar zu leichten Verschlechterungen kommen. Diese Verschlechterung zeigte sich zuerst an den Knie- und Fingergelenken. Zu den bekannten Beschwerden kam dann auch noch ein heftiger Juckreiz, der an immer anderen Stellen auftrat. Außerdem schwollen die Lymphknoten am Hals, in den Achselhöhlen und im Leistenbereich an. Ab und zu trat auch wieder Fieber auf.

Es war mein Fehler, dass ich diese Verschlechterung bei den Telefonaten mit meiner Ärztin in Belgien nicht deutlicher angesprochen habe, so dass diese nur immer wieder die Potenz des Mittels erhöhte und zu Geduld riet. Meine Blutwerte wurden nun immer schlechter, und die Fieberschübe setzten wieder häufiger ein.

Im November 2006 ging es mir wieder so schlecht, dass ich bettlägerig wurde. Mein Hausarzt hatte eine starke Blutarmut festgestellt und außerdem war mein Eisenspeicherwert um mehr als das hundertfache erhöht. Er wies mich wieder ins Krankenhaus ein, um feststellen zu lassen, ob ich die Eisenspeicherkrankheit habe. Bei der Aufnahme wurden wieder die üblichen Untersuchungen gemacht. Auch hier stieß ich nur auf Ignoranz, als ich sagte, dass ich mich homöopathisch behandeln lasse. Der Arzt in der Aufnahme wollte mich unbedingt in rheumatologische Behandlung bringen. Schließlich wurde ich auf die internistische Abteilung verlegt. Mehrere Untersuchungen und Tests fielen negativ aus. Die Eisenspeicherkrankheit hatte ich also nicht. Doch meine Blutwerte hatten sich inzwischen noch weiter verschlechtert. Natürlich wollten die Ärzte mich wieder mit Kortison behandeln, was ich allerdings verweigerte. Der Chefarzt selbst hat das akzeptiert und mir ganz klar die Fakten und die möglichen Folgen dargelegt. Außerdem hat er mir alle zu Verfügung stehenden Therapien erläutert.

Sein Assistenzarzt dagegen malte mir täglich die negativen Folgen aus und versuchte, mich zu einer Kortison/Metotrexat-Therapie zu überreden. Auch meine Familie drängte mich, diese Therapie nun endlich zu beginnen. Nur mein Mann bestärkte mich, den homöopathischen Weg weiterzugehen, weil eine Unterdrückungs-behandlung durch Kortison mein Rheuma nie würde heilen können.

Ich bat nun Dr. Feddersen, die Behandlung wieder zu übernehmen. Zu diesem Zeitpunkt (Dezember 2006) hatte ich sehr viel Gewicht verloren und war extrem geschwächt. Ich konnte mich nicht mehr alleine an- und ausziehen. Die Treppen stieg ich Stufe für Stufe im Schneckentempo hoch. Runter ging es nur seitwärts. Hinknien oder auf irgendeine Art auf den Boden zu kommen war unmöglich. Und wieder hochkommen war genauso schwierig. Nach einem Sturz dauerte es trotz Hilfe fast zehn Minuten, bis ich wieder auf die Beine kam. Egal wie ich versuchte, mich abzustützen, es funktionierte nicht. Ich mußte meinen Sitzplatz durch ein extra angefertigtes Kissen erhöhen, um auch wieder aus dem Sessel aufstehen zu können. Es war mir nicht mehr möglich, auch nur einfachste Tätigkeiten auszuführen. Mein Mann musste mir sogar das Brot streichen und die Kartoffeln zerkleinern. Den Teebecher oder mein Glas konnte ich nur mit beiden Händen halten. Und dann hatte auch noch der Juckreiz zugenommen und trat jetzt nicht nur am ganzen Körper auf, sondern dauerte auch über Stunden; ich konnte keine Nacht mehr durchschlafen. Außerdem wurde ich depressiv und weinte häufig. Ich war also ein Pflegefall geworden. Ohne die große Unterstützung meines Mannes hätte ich in dieser Phase wohl nicht durchgehalten. Und auch für ihn war dies eine schwere Zeit. Allein die Sorge um mich war schon eine große Belastung, doch jetzt kam noch hinzu, dass er mich praktisch pflegen musste. Wir haben zwar eine Putzfrau engagiert, aber die tägliche Hausarbeit blieb an meinem Mann hängen. Und schließlich musste er ja auch noch seinen Job machen. Ohne die Hilfe der Familie hätten wir das nicht geschafft.

Inzwischen war Dr. Feddersen zu der Überzeugung gelangt, dass es sich bei meiner Krankheit um ein Treponema pallidum belastetes Rheuma handelte. Denn meine zwischenzeitlichen Nachforschungen über meine familiären Krankheitsbelastungen hatten ergeben, dass sowohl mein Großvater als auch meine Großmutter an dieser schweren Infektionskrankheit erkrankt waren. Diese Vorbelastung durch meine Großeltern und auch einige Symptome meines Rheumas sprachen für eine Treponemen geprägte Rheuma-Variante. Deswegen setzte er eine entsprechende homöopathische Nosode als Blockadebrecher ein, der dann zwei Einmalgaben eines neuen Mittels folgten.

Und nun ging es endlich wieder aufwärts: Die Schmerzen haben sich dann stark und kontinuierlich reduziert, und die Gelenke sind größtenteils abgeschwollen. Treppensteigen ist inzwischen kein Problem mehr für mich. Und auch lange Spaziergänge durch den Wald und am Strand sind mir wieder möglich. Ich bin kräftiger und ausdauernder geworden.

Seit meiner Krankenhausentlassung im November 2006 habe ich 10 Kilo zugenommen und jetzt (im Sep 2007) fast wieder mein Ursprungsgewicht erreicht. Durch zusätzliche Krankengymnastik sind meine Bewegungen viel sicherer geworden. Während ich früher ungern in die Stadt ging, weil ich durch schnelle Richtungsänderungen anderer und zufälliges Anrempeln aus dem Gleichgewicht geriet, habe ich jetzt keine Angst mehr, mich in der Menschenmenge zu bewegen.

Die größte Einschränkung erfahre ich noch durch meine Hände und Finger. Sie sind zwar abgeschwollen, und ich kann auch den Teebecher wieder mit einer Hand halten, aber meine Handgelenke sind ziemlich steif, und mir fehlt auch noch die Kraft in den Händen, um viel zu tun. Es wird noch etwas dauern, bis ich wieder Auto fahren kann, und vielleicht werden meine Finger auch nie wieder ganz gerade. Andererseits ist die Beweglichkeit der Finger schon wieder soweit hergestellt, dass ich diesen Text ohne Mühe im Zehnfingersystem auf der Tastatur schreiben konnte (das wäre in den letzten 2 Jahren nicht möglich gewesen).

Und meine Blutwerte besserten sich von Monat zu Monat und sind inzwischen so gut wie noch nie, seit ich das Kortison abgesetzt hatte!

Die Lebensfreude ist auch wieder da, und ich verliere mein inneres Gleichgewicht nicht mehr so leicht.

Ich bin froh, dass ich den homöopathischen Weg gegangen bin - auch wenn er zwischenzeitlich Tiefen mit sich brachte - denn es geht mir jetzt besser als all den Menschen, denen ich in der Rheumaklinik begegnet bin und denen die chemischen Arzneimittel doch nicht haben helfen können.

                              Claudia, 36 Jahre

Bei Fragen oder dem Wunsch nach einem Erfahrungs- oder Gedankenaustausch erreichen Sie mich per Mail unter:  homoeopathie@gmx.net

 

Update vom Januar 2008:

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, fühle ich Dankbarkeit und Freude. Vor einem Jahr konnte ich mein Leben nicht alleine bewältigen und brauchte selbst bei einfachen Tätigkeiten Hilfe. Doch das Mittel, das ich zum letzten Mal am 31.05.07 eingenommen habe, sorgt weiterhin für stetige Besserung.

Ich habe weiter zugenommen und wieder mein Ursprungsgewicht erreicht. Energie, Kraft und Lebensfreude haben weiter zugenommen. Inzwischen laufe ich zur etwa 3 km entfernten Bushaltestelle und fahre mit dem Bus in die Stadt. Ich habe keine Angst mehr, dass mich jemand durch zufälliges Anrempeln aus dem Gleichgewicht bringen könnte und es bringt Spaß, durch die Geschäfte zu bummeln. Während ich vor einem Jahr noch Hilfe beim An- und Ausziehen brauchte, strengen mich diverse Anproben in Umkleidekabinen nun nicht mehr besonders an.

Auch den Haushalt kann ich wieder alleine versorgen und muss nur in ganz hartnäckigen Fällen von verschlossenen Gläsern und Flaschen die Hilfe meines Mannes in Anspruch nehmen. Es ist schön wieder Kochen und Backen zu können. In gewisser Weise macht sogar das Putzen Freude. Denn die Tatsache, dass ich auch das wieder kann, verdeutlicht, wie gut es mir inzwischen geht.

Am schönsten war es, dass ich die Weihnachtszeit richtig genießen und erleben konnte. Weihnachten 2005 und 2006 waren eher traurig. Doch dieses Jahr konnte ich endlich wieder backen und habe kiloweise Kekse produziert. Auch das Drei-Gänge-Weihnachtsmenü für sieben Personen und die Tischdekoration waren nicht nur kein Problem, sondern ich habe diese ganze „Arbeit“ geradezu genossen.

Kurz vor Weihnachten wurde noch mal eine Blutuntersuchung durchgeführt. Meine Werte sind wieder im Normbereich. Ich bekomme weiterhin physiotherapeutische Anwendungen, um meine Bewegungsfähigkeit zu verbessern. Die Handgelenke sind immer noch mein größtes Problem. Ich habe zwar inzwischen wieder Kraft in den Händen und Fingern, die inzwischen auch noch beweglicher geworden sind, aber die Beweglichkeit der Handgelenke ist noch sehr eingeschränkt. Doch auch dort ist eine Verbesserung zu merken. Es geht nur sehr langsam und die Energie und Tatkraft, die ich verspüre, fördern nicht gerade meine Geduld in dieser Sache. 

Jedes Mal, wenn mir ein Handgriff noch ein bisschen leichter fällt, wenn ich meinen Bewegungsradius ein Stückchen weiter ausdehne, wenn ich merke, dass meine Kraft weiter zugenommen hat, wenn ich noch ein bisschen ausdauernder bin, bin ich froh, dass ich mich für die Homöopathie entschieden habe. Was auch immer die Schulmedizin bei einer so genannten unheilbaren Krankheit mit ihren Medikamenten erreichen kann, wie z. B. Schmerzen lindern und Symptome unterdrücken, das Gefühl der Lebensfreude, also eigentlich das wichtigste im Leben, kann sie nicht zurückgeben. Ich denke oft an die Menschen, die ich im Rheumazentrum kennen gelernt habe. Ihnen mag so mancher Tiefpunkt, den ich erlebt habe, erspart geblieben sein, aber dafür zahlen sie einen hohen Preis. Die Krankheit bestimmt ihr Leben.
Und das Bewusstsein, dass es nicht besser wird.


Update vom September 2009

Gut anderthalb Jahre sind seit meinem letzten Bericht vergangen und mir geht es hervorragend. Seit November 2008 fahre ich wieder Auto und habe meinen Bewegungsradius dadurch sehr vergrössert. Das Gefühl der Unabhängigkeit und der Freiheit, einfach losfahren zu können und etwas zu unternehmen, ist unbezahlbar. Hilfe anzunehmen ist etwas, das ich wegen meiner Krankheit schwer lernen musste. Um so froher bin ich jetzt, dass ich nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen bin. Seit Februar 2009 arbeite ich auch wieder stundenweise in meinem alten Beruf und ausserdem helfe ich meinem Mann in seiner Firma.

 Aber nicht nur körperlich hat sich einiges verändert, sondern auch auf der psychischen Ebene. Ich bin selbstbewusster geworden, kann besser für mich einstehen und bin nicht mehr so schnell gekränkt, wenn jemand dumme Kommentare abgibt

Menschen, die mich jetzt erst kennen lernen, merken mir die gewesene Krankheit nicht an. Ihnen fällt nicht mal auf, dass ein paar meiner Finger immer noch ein bisschen krumm sind. Wenn dann im Laufe eines Gesprächs das Thema auftaucht, sind diese Menschen immer völlig überrascht und können kaum glauben, dass ich mal ein Pflegefall war.

Aber auch die Menschen, die meine schlimmsten Phasen mitbekommen haben, staunen manchmal. Sie wollen mir immer noch bei allem Möglichen behilflich sein und haben Angst, dass ich mich überanstrenge.
Und eine Freundin meinte letztens:
„Es ist zwar paradox, aber Du siehst jetzt gesünder aus als vorher.“
Kaum jemand kann wirklich glauben, dass die Klassische Homöopathie diese „unheilbare Krankheit“ besiegt hat.

 


„Die Klassische Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode.” (Mahatma Gandhi)

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