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Ärzte berichten: „Meine Wandlung von der Schulmedizin zur Homöopathie“
Viele Homöopathen sind erst durch eigene Schlüsselerlebnisse von der Schulmedizin zur Klassischen Homöopathie gekommen. Beispielhaft sei an dieser Stelle der Weg dreier berühmter Homöopathen nachgezeichnet.
Dr. Thomas Skinner (1825 - 1906) war Gynäkologe und in der 2. Hälfte des 19.Jh. Assistent des damals renommiertesten englischen Gynäkologen – und 27 Jahre lang ein entschiedener Gegner der Homöopathie.In seinem Buch „Homoeopathy and Gynaecology“ schrieb er über seinen Wandel vom Schulmediziner zum Homöopathen:
„Ich habe 27 Jahre lang als Allopath praktiziert, und das aktuelle Jahr 1903 ist mein 27. als Hahnemannischer Homöopathischer Arzt. Somit bin ich seit 54 Jahren der Berufsmedizin verbunden. Während meiner Zeit als allopathischer Arzt war ich immer ein entschiedener Gegner der Homöopathie und ihrer Anwender, weil ich in dem Glauben war, dass Hahnemann und seine Anhänger sich nicht nur täuschten, sondern ihrerseits auch Täuschende waren. In meiner profunden Unkenntnis der Materie schien mir das ganze System so absurd und so weit jenseits der Grenzen von Glaubwürdigkeit und Vernunft, dass kein gewöhnlicher Denkender dafür hätte gescholten werden können, wenn er es ablehnte, diesem System auch nur Gehör schenken zu wollen, geschweige denn, es ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Ich gehörte zu den Ärzten in Liverpool, die aktiv an der Herabwürdigung und Verfolgung der Homöopathie teilnahmen – letztlich, um sie auszurotten...“
Skinner selbst hatte an einer Verordnung mitgewirkt, die homöopathisch arbeitenden Ärzten die Mitgliedschaft im Liverpool Medical Institute verbot.
„Dass ich mich schließlich von der Allopathie abwandte, hängt nicht zuletzt mit dem zusammen, was ich nach dem Versagen der Allopathie in tief empfundener Dankbarkeit durch eine homöopathische Behandlung selbst erlebte...
Für mindestens drei Jahre war ich gewissermaßen „außer Gefecht gesetzt“, was die Ausübung meiner ärztlichen Tätigkeit anbelangte. 21 Monate davon hatte ich über Wochen nie mehr als 2 Stunden Schlaf finden können, und mehr als einmal befand ich mich bis zu sechs Wochen in einem Zustand, in dem ich nicht mehr wusste, ob es Tag oder Nacht war. Gleichzeitig litt ich in dieser Zeit an meiner gewohnten Obstipation und an einer schrecklichen Magenübersäuerung zusammen mit einer körperlichen und geistigen unaussprechlichen qualvollen Angst.
Ich wiederhole, die allopathische Medizin war machtlos – abgesehen von einer Verschlimmerung meiner Leiden.
Es mag von Interesse sein zu anzumerken, dass ich von meiner Verstopfung, von der schon mein ganzes Leben währenden sauren Verdauungsstörung, von meiner Schlaflosigkeit, von der mangelhaften Assimilation und der generellen Schwäche geheilt und zu einem Leben voller Nützlichkeit und voller Kraft an Körper und Geist wiederhergestellt wurde durch eine Hochpotenz von Sulfur....Ich werde nie die wundersame Veränderung vergessen, die die erste Gabe innerhalb weniger Wochen bewirkte, insbesondere das Auflösen dieser dichten und schweren Wolke, die über meinem Geiste lag“.
Nachdem er fast 3 Jahre lang nicht hatte arbeiten können, bewirkte die Genesung mittels der Klassischen Homöopathie auch einen völligen Gesinnungswandel bei ihm: Er studierte daraufhin die Hauptwerke der homöopathischen Literatur und eröffnete, als er sich sicher genug in der Ausübung der homöopathischen Therapie fühlte, eine eigene homöopathische Praxis unter gleichzeitiger Aufkündigung seiner Mitgliedschaft im Liverpool Medical Institute.
„Nachdem ich den Fußstapfen von Hahnemann gefolgt war, erlebte ich, dass seine herausragenden Entdeckungen mich in die Lage versetzten, gynäkologische Krankheiten auf natürliche Weise zu heilen....“
Den Worten von H.C. Allen folgend war Dr. Thomas Skinner später "probably the best prescriber in Britain." (=der wohl beste homöopathische Verordner in Britannien)
Auch ein anderer englischer Arzt erlangte homöopathischen Weltruhm: Dr. Compton Burnett. Er kam aber bereits in jungen Jahren mit der Homöopathie in Kontakt, da er ständig unter den schmerzhaften Nachwirkungen einer Rippenfellentzündung aus der Kindheit litt und alle Therapiebemühungen seitens der Schulmedizin wie auch die Anwendungen von Kräuterärzten und Wasserärzten erfolglos blieben. Aber die Klassische Homöopathie konnte ihn von seinem Leiden befreien. Dieses Erlebnis war aber nur einer der Gründe, warum er Homöopath wurde; alle anderen hat er in seinem Büchlein: 50 Reasons for Being a Homoepath“ (50 Gründe, ein Homöopath zu sein; erhältlich über den Narayana-Verlag) näher beschrieben.
Dr. James Tyler Kent (1849-1916) wurde zum berühmtesten amerikanischen Homöopathen vor dem 1.Weltkrieg. Kent war bereits Professor für Anatomie an der medizinischen Fakultät in St.Louis, bevor er mit der Homöopathie in Berührung kam. Seine Ehefrau war schwer erkrankt, und weder er noch seine Kollegen hatten ihr über mehrere Monate hinweg helfen können.
Von der Homöopathie hatte er zwar schon gehört, aber sie erschien ihm höchst fragwürdig und fernab jeglicher Realität. Da aber nun seine Frau von Tag zu Tag schwächer wurde, Schlaflosigkeit und Blutmangel immer schlimmer wurden, konsultierte er schließlich seinen Nachbarn Dr. Phelan, einen alten Homöopathen. Als dieser bei Kent eintraf, begleitete Prof. Kent den Homöopathen zum Schlafgemach der erkrankten Ehefrau und blieb während der Fallaufnahme zunächst zugegen. Als ihm aber die Fragen des Homöopathen schließlich zu „albern“ vorkamen, verließ er grimmig und mit einem herablassenden Kommentar das Schlafzimmer. Um so größer war sein Erstaunen, als die homöopathischen Gaben innerhalb weniger Wochen die Gesundheit von Kents Ehefrau wiederherstellten, wo doch alle allopathischen Bemühungen erfolglos verlaufen waren.
Kents Verblüffung war so überwältigend, dass er sich nach diesem Erlebnis nicht nur dem Studium der Homöopathie widmete, sondern auch noch ihr brillantester Verfechter wurde und später gemeinsam mit seinen Schülern das erste homöopathische Repertorium (Nachschlagewerk) herausgab. Er wurde dann Professor für Materia Medica , der homöopathischen Arzneimittellehre, in Philadelphia an der damals weltweit renommiertesten Homöopathie-Schule. Seine Erfolge und Veröffentlichungen trugen maßgeblich zur Verbreitung der Homöopathie in den Vereinigten Staaten bei. Auch heute noch genießen seine Werke zur Philosophie und Praxis der Klassischen Homöopathie weltweite Wertschätzung.
“Die Klassische Homöopathie heilt mehr Kranke als jede andere Behandlungsmethode“. (Mahatma Gandhi)
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